Bitcoin, NFTs, Metaverse, Kontroverse?

Inzwischen hat sicher jeder schon einmal von der bekanntesten Kryptowährung, dem Bitcoin, gehört. Selbst in US-Sitcoms wurde dieses Konstrukt schon verarbeitet, z.B. bei TBBT.

Und wahrscheinlich kennt auch jeder einen Fall, bei dem ein Pionier oder Early-Adopter des Bitcoin ein Speichermedium mit hohen Werten vernichtet hat. Wohl dem, der zu dieser Zeit wenigstens eine Pizza mit dieser Kryptowährung bezahlen konnte.

Bitcoin als Zahlungsmittel

Der berühmte Bitcoin-Pizza-Day am 22. Mai 2010 war der Beweis, dass Bitcoin (bzw. 10.000 davon) in physische Waren getauscht werden kann. Vorher war die Kryptowährung ein relativ theoretisches Konstrukt.

Schaut man sich den Wert dieser Transaktion zu heutigen Kursen an, war das evtl. ein schlechter Deal. Aber ebenso ist es eine Bestätigung für die Redewendung “Brot ist goldwert”. Vor allem wenn man Hunger hat. Die zweite Erkenntnis: Bitcoin ist durch die logische Begrenzung deflationär, das bedeutet, wenn man den Konsum in die Zukunft verschiebt, sinkt der Preis dafür in dieser Währung. Das ist in der Theorie das exakte Gegenteil zu den üblichen, inflationären Fiat Währungen wie der Euro, der Dollar oder jede andere staatliche Währung. Aber hier beginnt die erste Kontroverse. Ist das wirklich so? Ist der Bitcoin inflationssicher?

Zum Nachdenken: Was hilft diese Eigenschaft, wenn die Anbieter auf den Märkten in der Regel nur Fiatgeld annehmen, und man den Bitcoin damit vorher zu einem “Wechselkurs” in die entsprechende Staatswährung inklusive deren „Kaufkraftverlust“ umtauschen muss. Diesen Umweg kennt man auch von physischen Anlageformen wie zum Beispiel Gold. Das heißt ich muss mit der Anlage mindestens die Kaufkraftminderung in der Zeit der Anlage „erwirtschaften“ um den Umtausch zu kompensieren.

Kurzer Hinweis: Hier würde ich jedoch immer das Gold nehmen. Das ist aber keine Anlageberatung.

Kein Fiatgeld und kein Warengeld

Also zunächst kann man Festhalten, dass Bitcoin kein Fiatgeld und kein Warengeld (Gold, Silber, Getreide und Rohstoffe im Allgemeinen) ist. Aber was ist es dann?

Kurzgesagt, ist es eine Kryptowährung, die auf einer Blockchain aufbaut. Das ist eine Kette von Blöcken, wobei jeder Datensatz einen Block darstellt. Durch eine dezentrale, verteilte und anonyme Speicherung dieser Datensätze werden Kopien ausgeschlossen und Sicherheit erzeugt.

Um mehr Informationen über dieses komplexe Thema zu bekommen, besuche doch diese Seite über Bitcoin und Kryptowährungen.

NFTs und Metaverse

Durch diese Technik wurden auch NFTs ermöglicht. NFTs nutzen Ethereum verwendet und um es einfach zu erklären sind NFTs (Non-Fungible Token) verschlüsselte, eindeutige, unteilbare, unersetzbare und überprüfbares Token, das einen bestimmten Gegenstand, sei er digital oder physisch, in einer Blockchain repräsentiert.

Das kann z.B. ein Link zu einem digitalen Bild sein. D.h. im NFT ist nicht das Bild selbst gespeichert, sondern eine Information, wo sich dieses Bild befindet. Das bedeutet auch den Einstieg in Metaverses.

So kann im Metaverse digital beispielsweise Kunst gehandelt werden. Eine abstrakte Abbildung des Kunstmarkts in der Realität auf die digitale Welt (Dies ist aktuell auch die größte Anwendung von NFTs). Doch hier gibt es unzählige Risiken, Chancen, Scam in Verbindung mit unlauterer und unbedachter Werbung.

Wer sich in der Streaming-Szene etwas auskennt, dem werden die Stichworte „MontanaBlack“ in Verbindung mit „Bored Ape Yacht Club“ oder auch „Unge“ in Verbindung mit „Azuki“ sicher etwas sagen. Für alle anderen: Es ist nicht der Rede Wert und je weniger diese hochriskante „Anlageform“ gehyped wird, umso besser.

Mehr möchte ich dazu aber auch gar nicht sagen, das würde doch den Umfang sprengen.

Fazit

Ich glaube, dass diese Blockchain Technik – übrigens ein OpenSource Projekt – in der Zukunft eine Rolle spielen könnte. Dazu bedarf es aber eine stabilen und seriösen Blockchain, die weniger dem Finanzmarkt ausgeliefert ist und die sich bestimmt nicht nur um eine „digitale Währung“ kümmert. Da gibt es bessere Anwendungen.

Inwiefern Staaten darauf zurückgreifen können hängt von der Ausgestaltung ab, doch alleine im dezentralen und anonymen System sind sehr viele Hürden für eine öffentlich rechtliche Anwendung per Definition implementiert.

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