Sind „Social Networks“ überhaupt sozial?

Gibt es einen Unterschied zwischen dem englischen Wort „Social“ und der deutschen Übersetzung „Sozial“? Oder wird durch die Plattformen wie Facebook, Google+, Twitter, Instagram, Xing, LinkedIn und wie sie alle heißen das Wort sozial nur neu definiert?

Dieser Artikel erscheint im Rahmen der Blogparade: Wie sozial bist du? die von Tim Ehling initiiert wurde.

Die Thesen

  • Jedes Soziale Netzwerk ist mehr oder weniger ein Zeitfresser.
  • In einem Unternehmen ist Facebook mit Vorsicht zu genießen.

Und die Fragen

  • Sind Katzenbilder sozial?
  • Ist es sozial, per Facebook mehr Daten zu veröffentlichen als in einem Lebenslauf?
  • Ist es unsozial, keine Daten mitzuteilen?

Was ist sozial?

Wikipedia meint dazu:

Das Adjektiv sozial, von französischsocial und lateinisch socialis ist ein Synonym zu „gesellschaftlich“ und im erweiterten Sinn zu „gemeinnützig, hilfsbereit, barmherzig“.

Nun meine Anmerkung zur ersten These: Zwischenmenschliche Aktionen kosten Zeit, ob dies nun online oder offline passiert. Wer nicht bereit ist, hier Zeit zu investieren, der ist definitiv nicht sozial. Allerdings bedeutet das auch, dass jemand der in den Social-Networks nicht aktiv ist deshalb unsozial ist ( ich mag das Wort „asozial“ irgendwie nicht).

Die 2. These: Viele Unternehmen haben das Wort sozial aus dem Social Network gestrichen und benutzen das Netzwerk für Werbung. Deshalb gibt es hier vermutlich auch des öfteren Irritationen und Probleme. Die „Fans“ der Unternehmen erhalten meistens Angebote und News. Ob das nun „gesellschaftlich“ oder „hilfsbereit“ ist …

Soziale Kompetenzen

kann man nicht auf den Onlinebereich beschränken. Wer sie offline nicht hat, wird sie online nicht lernen. Bei social ist der Empfänger wichtig – nicht der Versender…

Im Zeitalter des Phubbing, wirken sich die sozialen Netzwerke des öfteren asozial auf den Offlinebereich aus.

Soziale Werbung oder Werbung mit Sozialem

wir!

 

Für den Kunden gedacht, aber aus der Senderperspektive geschrieben. Schade, da wäre mehr drin.

Ist sozial denn nun neu definiert?

Ich weiß es nicht, würde aber sagen, dass es neu interpretiert wird… Ob die Position nun gut ist, steht auf einem anderen Blatt. Konstruktiven Protest auf den Plattformen finde ich gut, finde aber auch, dass „Shitstorms“ nicht Gesellschaftsfähig sein sollten…

Andere Beiträge zur Blogparade:

Ich hoffe doch, dass noch weitere Beiträge zu einer sehr offenen und interessanten Frage folgen.

Ein Kommentar

  1. Im Internet empfange ich ein paar RSS Feeds von Blogs. Kommentiere relativ häufig. Was den Rest angeht bin ich internet-asozial. Dafür habe ich keine Zeit/Lust. Ich bin mal ein paar G+ Kreisen beigetreten. Aber ein Großteil der Infos hatte dann nicht mit dem Thema der Homepage zu tun. Ich will keine geteilten Katzenbilder oder ähnliches empfangen. Vielleicht kann man einstellen, dass man nur Original-Inhalte will. Aber ich habe keine Zeit und Lust zu suchen wie man das einstellt. ZEIT! Das ganze ist doch sowieso ein großer Zeitfresser und nebenbei verkümmern dann vermutlich die Offline-Kontakte, die jedem eigentlich sehr viel wichtiger als alles im Internet sein sollte. Ich bin schon über 40 Jahre und habe früher den Tag auch ohne Internet gut füllen können. Ich brauche es nicht. Warum sollte ich auch FAN eines Unternehmen werden? Wenn ich wissen will was ein Unternehmen neues hat, dann kann ich auch auf die Homepage gehen. Außerdem, wenn ich keinen neuen Fernseher kaufen will, dann ist es mir egal was Sony, TechniSat, Panasonic und Co. neues raus bringen. Für mich ist es auch nicht wichtig, was meine „Freunde“ oder die „Freunde“ meiner „Freunde“ für Unternehmen toll finde. Wenn ich etwas brauche, dann kaufe ich in der Regel das beste was ich für mein Geld bekommen kann.

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