Während der Lockdowns hatte ich mir eine 4k Actioncam von Victure gekauft, damals gedacht für Musikvideo-Produktionen im Proberaum. Was dann folgte, kennt man: Die Kamera verschwand im Schrank, die Welt öffnete sich wieder, und irgendwann war das Ding schlicht vergessen.
Vor Kurzem wollte ich sie dann doch mal einsetzen. Erster Befund: Akku entladen, Bedienung komplett vergessen. Nach etwas Einarbeitung und einem frisch geladenen Akku war sie aber wieder einsatzbereit und ich hatte spontan eine neue Idee für den ersten Test: ein MTB-Trail hier bei mir in der Nähe.
Die Montage
Ich habe kurzerhand die Lenkerhalterung meiner Guardo Cam zweckentfremdet, da die Halterung von der Victure Kamera nicht um meinen Lenker passte. Gefilmt habe ich mit aktiviertem Bildstabilisator, was die Auflösung auf 2,7K reduziert. Framerate: 30 fps. DaVinci Resolve hat das später mit 29,97 fps etwas genauer beziffert.
Der Schnitt
Bearbeitet habe ich das Material mit DaVinci Resolve in der kostenlosen Version. Geschnitten auf die passende Länge, Musik drunter, fertig. Ich glaube hier habe ich mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Die Lockdownvideos habe ich mit Shotcut (Open Source) geschnitten.
Das Ergebnis
Für eine Kamera, die damals rund 50 Euro gekostet hat und eigentlich für statische Aufnahmen gedacht war, ist es okay. Vielleicht ist auch die Befestigung am Lenker nicht ganz optimal, da es zu unruhig wird. Es ist halt keine GoPro, aber für einen spontanen Trail-Test okay. Und ich wette: Wenn ich mich mit DaVinci Resolve auskennen würde…
Hier kannst du das Video bei YouTube ansehen:

Bild: Thumbnail Generator von YouTube
Die gleiche Cam gibt es nicht maehr, aber diese von Akaso* sieht verdammt ähnlich aus und hat auch ähnliche Rahmendaten.